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Neubau 2026? Das steht dieses Jahr bei der Feuerwehr an

“2026 könnte in der Geschichte der Feuerwehr als DAS Jahr eingehen”, sagte CDU-Ratsmitglied Ulli Heimann jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Löschgruppe Drewer. Denn nachdem der Neubau des Gerätehauses erst das große Projekt 2024 und dann das große Projekt 2025 werden sollte, könnte es dieses Jahr wirklich etwas werden. Zumindest ist er vorsichtig optimistisch, “dass wir dieses Jahr zumindest aktiv werden, sodass wir ein Vorkommen sehen”.

“Wir haben alle unsere Hausaufgaben gemacht”, sagte Ulli Heimann aus Sicht der Stadt Rüthen: Das passende Grundstück ist gefunden, das Bodengutachten und das Gutachten für Flora und Fauna eingeholt; nun muss die sogenannte Bebaubarkeit hergestellt werden. Dazu liegt ein Antrag auf Flächennutzungsplanänderung bei der Bezirksregierung Arnsberg. Wenn der genehmigt ist, kann es in die Ausschreibung gehen. Löschgruppenführer Georg Fredebeul geht aber davon aus, dass Landwirt Bernd Heimann auf dem Feld nicht nur säen, sondern auch noch ernten kann, bevor der Startschuss für den Neubau fällt.

Nötig ist der Neubau, weil das aktuelle Gerätehaus zu klein ist, keine Schwarz-Weiß-Trennung und keine Trennung nach Geschlecht vorsieht und wegen des zu kleinen Grundstücks nicht erweitert werden kann. Ursprünglich sollte es auf dem Sportplatz errichtet werden, das musste aber verworfen werden, weil die Zufahrt zum Grundstück nicht ausreichend erweitert werden konnte.

Zwei neue Fahrzeuge

Voran geht’s in der Löschgruppe aber trotzdem: Letztes Jahr kam nämlich ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) und als Ringtausch bekamen die Dreweraner Kameraden das gebrauchte Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF W) der Löschgruppe Meiste/Kneblinghausen. Das MTF kam schon im März und wurde “mit ganz viel Eigenleistung”, sagte Georg Fredebeul, unter anderem mit einem Aluprofilregal ausgestattet, in dem das Drohnenequipment untergebracht ist. Das Allrad-betriebene Fahrzeug mit acht Sitzplätzen sei nun “hochflexibel”.

Durch das TSF W aus Meiste/Kneblinghausen sei die Löschgruppe außerdem seit August “deutlich besser ausgestattet”, betonte Georg Fredebeul: Es stammt aus dem Jahr 2004 und hält statt 500 nun 1000 Liter Wasser vor. Das alte TSF W hat im Kreis Cuxhaven ein neues Zuhause gefunden: Es wird dort Werkstattwagen. “Nach 28 Jahren treuer Dienste geht ein Stück Feuerwehrgeschichte mit 25.277 Kilometern für uns in Rente”, sagte der Löschgruppenführer.

16 Einsätze im letzten Jahr

Im Einsatz waren die Feuerwehrleute gleich 16 Mal: unter anderem bei einem sogenannten ABC-Einsatz in einem Keller in Hoinkhausen (also mit Gefahren durch atomare (radiologische), biologische oder chemische Stoffe), bei Waldbränden, brennendem Stoppelfeld und brennendem Unterholz, beim Vollbrand einer Lagerhalle im Hankerfeld in Rüthen, bei Verkehrsunfällen, aber auch bei der Brandschutzwache zur Kappensitzung und Absicherung des St.-Martin-Umzugs in Drewer.

Thorsten Rose, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Rüthen, blickte nicht nur auf die Herausforderungen der Gesamtwehr, sondern hatte auch Beförderungen und Teilnahmebescheinigungen im Gepäck: Linus Fredebeul darf sich jetzt Oberfeuerwehrmann nennen, Carsten Kroll hat einen Lehrgang zu Vegetationsbrandbekämpfung absolviert, Jonas Trost hat am Truppführerlehrgang F2 teilgenommen und Catharina Gockel am Atemschutzgeräteträgerlehrgang. Bei den Leistungsnachweisen wurden Jonas Trost und Catharina Gockel für ihre fünfte Teilnahme mit dem Leistungsabzeichen in Gold ausgezeichnet, Matthias Kroll für seine 35. Teilnahme mit dem Leistungsabzeichen in Gold 35 und Linus Fredebeul für seine erste Teilnahme mit Bronze. “Mich freut das immer, dass ihr so mannstark an den Leistungsnachweisen teilnehmt”, sagte Thorsten Rose.

Vorstandsposten fallen weg

Änderungen im Vorstand der Löschgruppe gibt es, weil künftig zwei Posten wegfallen: der des zweiten Kassierers und der des zweiten Schriftführers. Das Amt des zweiten Kassierers bekleidete der 2025 verstorbene Stephan Kroll, zweiter Schriftführer war Carsten Kroll. Neuer Kassenprüfer ist Volker Köhne.

Besonderen Dank richtete Georg Fredebeul an Jonas (“Du bist ein leuchtendes Beispiel für uns alle”) und Lothar Trost für den Einsatz beim neuen Fahrzeug, an Peter Köhne (“ein Stellvertreter, wie man ihn sich nur wünschen kann”) und Löschzugführer Carsten Kroll (“Du erdest uns, wenn wir die Pferde zu viel galoppieren lassen”).

Dieses Jahr soll außerdem eine Werbekampagne zur Mitgliedergewinnung starten: “Wenn die geburtenstarken Jahrgänge gehen, haben wir ein ganz schönes Loch”, sagte Georg Fredebeul. Dafür möchte die Dreweraner Feuerwehr ihre Fühler auch in Nachbardörfer ausstrecken, die keine eigene Löschgruppe haben.

 

 

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